{Rezension} Moyes, Jojo: Ein ganzes halbes Jahr

25. Mai 2016

Originaltitel: Me Before You
die 5. Auflage erschien am 24.September 2015 bei rowohlt
Auftakt einer Dilogie 
{Band 2: Ein ganz neues Leben}
544 Seiten

Als Louisa ihren Job verliert, bekommt sie einen Pflegejob vermittelt. Erst sträubt sie sich dagegen, aber sie braucht das Geld und nimmt den Job an. In Wahrheit soll sie aber nur Will mehr Hoffnung auf das Leben geben. Nachdem Will einen Unfall hat, ist er gelähmt und auf Hilfe angewiesen. Louisa sorgt dafür, dass er auch in diesem Leben Spaß hat und Will sorgt dafür, dass sie mehr Möglichkeiten ausschöpft. 

Ende Juni kommt der Film zu diesem Buch raus. Ich kann mir ihn nicht entgehen lassen und der Trailer konnte mich mitreißen, auch wenn ich die Besetzung noch unpassend finde. Nach einer Empfehlung von Lara, die das Buch umhauen konnte (ihre Rezension findet ihr *hier*) hab ich es dann doch gelesen. Es stand zwar auf meiner Leseliste, aber ich war nicht besonders scharf drauf irgendwelchen Kitsch zu lesen, aber in dieser Hinsicht wurde ich positiv überrascht.

Zuerst war ich ziemlich geschockt über die Charaktere. Louisas Familie ist eine Nummer für sich und ich finde sie ziemlich respektlos und intolerant. Louisas Schwester ist ziemlich egoistisch, auch wenn sie eine Stütze für die sechsundzwanzig jährige Louisa darstellt. Natürlich kam das gar nicht gut an. Auch wenn in Büchern nicht alles positiv ist, aber das war irgendwie zuviel für mich. Bei sowas reagiere ich wohl empfindlich und ich sehe das als einer der Wenigen als Kritikpunkt. 
Die Protagonisten fand ich dafür umso besser. Beide erleben eine Weiterentwicklung bezüglich ihren Einstellungen und ihren Eigenschaften. Louisa und Will beginnen zu leben und es auszukosten. 
Auch wenn Louisa mir anfangs nicht so sympathisch war, wurde sie es am Ende hin. Vielleicht auch weil sie aus sich hinaus gewachsen ist und ich sie zu Beginn mit ihrer Familie in eine Schublade gesteckt hatte. 

Die Schreibweise von Jojo Moyes ist total faszinierend. Sie hat versucht wirklich alle Gefühle und Gedanken unterzubringen, auch wenn es mich nicht berührt hat. Das Buch ist in Louisas Sicht verfasst und wird durch einige andere Sichten ergänzt. Dies wurde ziemlich gut umgesetzt und ich hatte so einen besseren Überblick über die Handlung.

Die Idee für die Handlung der Geschichte fand ich gut. Die Umsetzung war auch in Ordnung, aber leider kamen die Gefühle nicht bei mir an. Ich weiß, dass ich in vielerlei Hinsichten die Empathie eines Steines habe, aber in Sachen Bücher kann man mich schnell berühren. Dieser Roman hat es leider nicht geschafft. Ich bin trotzdem guter Hoffnung, dass der Film es schafft. 

Alles in Allem, ein unterhaltsamer Roman, der von Liebe, Zusammenhalt und das Leben handelt, so wie es eben wirklich ist. Das Ende kam eher unerwartet, aber lässt dafür viele Fragen offen. Die Protagonisten und ihre Weiterentwicklung war gut umgesetzt und dargestellt. Leider kamen die von der Autorin erwünschten Gefühle nicht bei mir hoch. 




1 Kommentar:

  1. Schade, dass es dich nicht umhauen konnte. Bei mir ist es leider so, dass ich nichts von dem Film erwarte. Hab dir ja schon geschrieben, dass ich die Schauspielerin nicht mag :D Ich glaube, ich will mir durch den Film nicht die Meinung von der Handlung versauen lassen, wenn das Sinn ergibt :D

    Liebst, Lara.

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